Usical-AG

"Manche Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und fragen: "Warum?" Ich wage von Dingen zu träumen, die es niemals gab, und frage: "Warum nicht?""

Robert Browning

Beschreibung der Arbeitsgemeinschaft Usical

Die Unterstufenmusical-AG (kurz Usical-AG) vereint verschiedene Elemente der darstellenden Künste: Gesang, Tanz und Schauspiel. Vom Ansatz her ist sie einem ganzheitlichen Zugang zur Welt über musische Kreativität, vielfältige Sinneserfahrungen und das spielerische Ausprobieren szenischer Darstellungsmöglichkeiten verpflichtet.

Die Usical-AG ist projektorientiert: Jedes Jahr wird ein Musical bis zur Aufführungsreife erarbeitet und zum Abschluss im Sommer für die Mitschüler und die Schulgemeinde gespielt. Dabei gehören die wöchentlichen AG-Stunden ebenso zum Programm wie die Usical-Probentage.

Die darstellenden Künste wirken in besonderer Weise persönlichkeitsbildend und sind von daher für die Schülerinnen und Schüler des AMG eine ebenso wertvolle individuelle Bereicherung wie die Musicalvorstellungen für das Schulleben.

Die Unterstufen-Musical-AG wendet sich an alle Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse und erfreut sich großer Beliebtheit.

Max und die Zaubertrommel (2018)

Max und die Zaubertrommel (2018)

Berichte über die Unterstufenmusicals der vergangenen Jahre

"Ritter Rost geht in die Schule" (2015)

Schultüten gefüllt mit leckeren Schrauben und knusprigen Sägeblättern? Wo gibt es denn so was? Bei der Einschulung von Ritter Rost von der eisernen Burg natürlich! Denn der will endlich auch an der Tafelrunde von König Bleifuß teilnehmen. Dort aber werden dort nur gebildete Untertanen zugelassen. Und so erlebt der ziemlich von sich eingenommene Ritter zusammen mit seinem Freund und Burggenossen, dem Drachen Koks, seinen ersten Schultag. Die dritte Mitbewohnerin auf der Burg, Burgfräulein Bö, gibt ihm gute Ratschläge mit auf den Weg. Doch was ist in der Schule los? Statt echten Lehrern gibt es aus Geldmangel nur einen Lehrer-Roboter (C. Toussaint), der mit monotoner Stimme endlos dieselben Aufgaben wiederholt. Die Schüler der Klasse versuchen das Beste aus der Situation zu machen, auch wenn sie sich vor dem mürrischen Hausmeister, der genau weiß, dass an einer Schule nicht der Rektor, sondern der Hausmeister das Sagen hat, in Acht nehmen müssen. Doch weswegen ist die Schule in solch desolaten Zustand geraten? König Bleifuß hat schlicht vergessen, das eigentlich für die Bildung vorgesehen Gold auszuzahlen (Ähnlichkeiten mit dem wahren Leben sind rein zufällig). Erst Ritter Rost, der die Aufnahmeprüfung für die Tafelrunde besteht, schafft es, ihn wieder an seinen Bildungsauftrag zu erinnern.

Den sieben Kinder aus den Klassenstufen 5 und 6 gelang es, durch ihren schwungvollen Chorgesang, aber auch durch sehr eindrucksvolle Soli (Musik: S. Matz) und ihre sichtbare Spielfreude und überzeugende Bühnenpräsenz (Regie: S. Frank und die Technik-AG) ihr Publikum, das an diesem schwül-heißen Sommertag in den Theaterraum des AMG gekommen war, vollständig für sich einzunehmen, und so konnten sie am Ende der beiden nacheinander stattfindenden Aufführungen jeweils begeisterten Applaus entgegennehmen.

"Uhren müssen spuren" (2016)

„Uhren müssen spuren!“ Dies ist das Motto der Superuhr, die alle erdenklichen Arten von Uhren nach ihrem Kommando unbarmherzig im Takt ticken lässt, sodass ihnen keine Zeit bleibt für Müßiggang. Und wer nicht mehr richtig ticken kann, wird von den „Uhrologen“ Öli und Schrauber brutal repariert. Unterstützt wird der Uhrenchef von seiner großen Schar von  Spürhunden, die Uhren, die dem „Takt der neuen Zeit“ nicht folgen wollen, flugs in den Uhren-Knast führen. Doch Bobby und Elvis, ein Aufzieh- und ein Radiowecker, haben es satt, von ihrer Besitzerin jeden Morgen mürrisch eine auf den Kopf beziehungsweise gleich den Stecker gezogen zu bekommen und verlassen auf eigene Faust ihre Wirkungsstätte, den Nachttisch eines Kinderzimmers. Das bleibt der Superuhr nicht verborgen, die alle anderen Uhren losschickt, um die beiden Übeltäter wieder einzufangen, ohne aber zu ahnen, dass die neu eingestellte Sekretärin Rita Rolex eine „Fälschung“ ist, die sich einschleusen ließ, um im Geheimen gegen die Diktatur der Superuhr zu agieren. So gelingt es am Ende, mit Hilfe der freundlichen Sonnenuhr die eingesperrte Spieluhr wieder zu befreien: Sie, die von der Superuhr hasserfüllt als „sinnlos, nutzlos, zeitlos“ bezeichnet wird, schafft es, die andern Uhren zum Stehen-Bleiben, zum Aus-der-Zeit-Fallen zu bringen und sie die schönen Seiten des Lebens wie Musik, Gefühle und Spiele wiederentdecken zu lassen.

Der Unterstufenchor mit 16 Schülerinnen und zwei Schülern, verstärkt durch die Technik-AG sowie den „Pausenüberbrücker“ C. Toussaint als Stoppuhr, nahm das an diesem warmen und sonnigen Freitagnachmittag in den Theaterraum des AMG gekommene Publikum vom ersten Auftritt an für sich ein: Die schwungvoll vorgetragenen und passend zum Thema choreografierten Chorstücke begeisterten ebenso wie die hervorragenden Soli der jungen Sängerinnen und Sänger (Klavierbegleitung und musikalische Leitung: S. Matz), die gleichzeitig auch mit sichtbarer Spielfreude ihre schauspielerischen Fähigkeiten (Regie: S. Frank) auf der Bühne präsentierten. Das passende Bühnenbild (große Uhrenbilder), die extra angeschafften T-Shirts mit einem gelben Ziffernblatt und das „Haus“ der Sonnenuhr rundeten das Ganze noch ab. So gab es am Ende dieser letzten Aufführung (am Donnerstag hatte die Truppe schon drei Auftritte am Vormittag vor den fünften und sechsten Klassen gemeistert) langanhaltenden Applaus für diese rundherum gekonnte und sowohl sehens- wie hörenswerte Leistung.

"Leben im All" (2017)

„Heiß, mir ist so heiß, (…) gebt mir ein Zitroneneis!“ In diesen Refrain des „Hitz-Schwitz-Fango-Tangos“, gesungen von Frau Sonne, hätte so mancher der trotz hochsommerlicher Temperaturen zahlreich erschienen Zuschauer im Theaterraum des AMG einstimmen mögen. Doch die aufgestellten Kühlaggregate und vor allem die im wahrsten Sinne des Wortes erfrischende Darstellung der jungen Sängerinnen und Sänger ließen das Publikum die Hitze vergessen. Schließlich ging es doch darum, wie die Sterne an den Himmel kamen!

Denn zunächst herrscht Chaos im Himmel: Kometen, Meteore, Planeten und die frechen Sternschnuppen ziehen in wildem Durcheinander durch das All, dabei immer auf der Hut vor dem schwarzen Loch, das alle Materie anzieht und fressen will. Die Schauspielerin, die diese Rolle einstudiert, sich aber ausgerechnet am Tage zuvor am Knöchel verletzt hatte, konnte zwar alle Songs ihrer Rolle im Zuschauerraum sitzend vortragen, doch auf der Bühne vertrat sie ein Mitglied der Technik-AG.

Bei den Planeten geht es derweil drunter und drüber: Mars, der sich immer aufregt, dass er ständig rot wird, liebt Venus, doch auch Saturn ist hinter ihr her. Der kleine Pluto ist sauer, nur noch ein Zwergplanet zu sein, und immer wieder saust Komet XXL vorüber. Doch er bringt dieses Mal schlechte Nachrichten: Oma Galaxos ist am Erlöschen! Doch kurz bevor sie ganz verglüht, verteilt sie noch Geschenke, unter anderem Ringe für Saturn und für Pluto eine Kristallkugel, in der man in die Zukunft sehen kann: Auf der Erde wird es Menschen geben! Und die Planeten werden um die Sonne ihre Bahnen ziehen.
Damit die Menschen sich nun aber nicht so verloren vorkommen, beschließen die Allbewohner, Sternbilder an den Himmel zu malen. Und die frechen Sternschnuppen können sich einmal wieder nicht zurückhalten und klecksen eifrig ihre Tupfer dazwischen… Das Publikum war von dieser Vorstellung sofort in den Bann gezogen, wobei die Darstellerinnen und Darsteller sowohl durch ihre sichtbare Schauspielfreude (Regie und Choreografie: M. Krome), aber genauso durch die neun hervorragend vorgetragenen Soli und die Choreinlagen mit rockigen Musikeinlagen begeisterten (Klavierbegleitung und musikalische Leitung: S. Matz).

Schulleiter Obermann bedankte sich am Ende dieser letzten Aufführung (am Mittwochvormittag hatte die Truppe schon drei Auftritte vor den fünften und sechsten Klassen gemeistert) bei allen Beteiligten und es gab langanhaltenden Applaus für diese rundherum gekonnte und sowohl sehens- wie hörenswerte Leistung.

Unterstufenmusicals

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