Soziales Lernen

  • Soll eine Schule mehr verwirklichen als guten Unterricht?
  • Und wenn sie es soll, kann sie es auch?
  • Und wenn Schule mehr kann, worauf soll sich solches über die Schule hinausgehende Handeln richten?

Quelle: IRP Handreichung: Compassion
soziales Lernen durch Erfahrungen, Hrsg. vom Institut für Religionspädagogik der Ersdiözese Freiburg durch Maria Jakobs

Bereiche des sozialen Lernens

Schüler helfen Schülern.
Schüler:
  • SMV, mehr
  • Streitschlichter
  • Schulsanitäter
  • Sozialpraktikum in Klasse 9, mehr
  • stark.stärker.wir, mehr
  • Klassenrat, mehr
  • individuelle Beratung durch Jugendsozialarbeit, mehr
Unterricht und Klassenaktionen
  • Erste Tage am AMG nach Rastatter Modell, mehr
  • SoLe-Stunde in der Unterstufe
  • Fahrten, mehr
  • Feste
  • Selbstbehauptungskurse
  • Erlebnispädagogische Tage am GATE
Lehrkräfte:
  • Fortbildungen wie Lions Quest
  • Pädagogische Tage
  • Grundschulkooperation
  • Fallbesprechungsgruppe
Eltern:
  • Elternabende/Klassenpflegschaft
  • Elternarbeit, mehr
  • Elternsprechtag
  • Förderverein
  • Visions-AG, mehr

Einwöchiges Sozialpraktikum in Klasse 9

"Das Mitfühlen mit den Geschöpfen ist es, was den Menschen zum Menschen macht." (Albert Schweitzer)

Kindergarten
Umgang mit Hilfsbedürftigen Schwierigkeiten - Chancen - Bedeutung
Altersheim

Fragen und ihre Anworten rund um das Sozialpraktikum

Wer? Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 9
Wann? In der Regel in der ersten vollen Februarwoche
Wo? In einem Seniorenheim, Kindergarten oder Krankenhaus, in einer Einrichtung für Behinderte (z. B. Schule, Werkstatt, Wohnheim), in der Flüchtlingshilfe, in kirchlichen Einrichtungen, ...
Wie? Im Religions- bzw. Ethikunterricht vor- und nachbereitet, eine Woche in der Einrichtung vor Ort
Warum?

Schülerinnen und Schüler auf Lebenssituationen vorbereiten, die ihnen in ihrem Alter nur selten begegnen. Ihnen Lebenswelten erschließen, in denen Menschen auf das Miteinander mit anderen, auf deren Hilfe angewiesen sind.
D. h. das Engagement für Menschen, die Hilfe benötigen, steht im Vordergrund.

Getreu unserem Motto: Wir sehen, wir fühlen, wir helfen.

FAQs - Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Sozialpraktikum

Ist das Sozialpraktikum nicht eine zu große Herausforderung für mein Kind?

Unsere bisherigen Erfahrungen aus vier Jahren Sozialpraktikum am AMG zeigen, dass sich Schülerinnen und Schüler nach anfänglichen Schwierigkeiten gut eingearbeitet und überwiegend sehr positive Rückmeldungen gegeben haben.

In äußerst wenigen Ausnahmefällen haben einige innerhalb der Woche die Einrichtung gewechselt.

Wer sucht den Praktikumsplatz?

Das ist weder Aufgabe der Eltern noch der Lehrer, sondern in die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler gelegt.

Darf ich meinem Kind einen Platz in meinem Betrieb vermitteln?

Nein, das ist nicht gewünscht.

Kann sich mein Kind in allen sozialen Einrichtungen bewerben?

Krankenhäuser setzen ein Mindestalter von 15 Jahren zum Zeitpunkt des Praktikums voraus.

Ein Hospiz ist aus unserer Sicht eine Überforderung für  14 - 15 Jährige.

Klassenrat

Das AMG weitet die Durchführung von Klassenratssitzungen, die bisher schwerpunktmäßig in der Unterstufe angelegt war, ab 2018 aus und befindet sich in einer Testphase zur schulweiten Einführung ab 2018/2019. Wir verfolgen damit eine Vertiefung der Erziehung zu Eigenverantwortung und demokratischem Denken und Handeln.

 

Der Klassenrat bedeutet

  • ein Treffen aller Schüler einer Klasse
  • festgelegte Regeln
  • festgelegte Rollen zur Durchführung
  • im Halbkreis
  • gleichberechtigtes Sprech- und Stimmrecht
  • autonome Regelung eigener Belange
  • Dauer von 30 bis 45 Minuten
  • alle 2 bis 3 Wochen

Rolle des anwesenden Lehrers

  • Einführung der Klassenrates
  • Eingreifen nur im Notfall
  • einfaches Stimmrecht
  • Veto in schwierigen Situationen

Der Klassenrat fördert

  • Ausfüllen von Rollen
  • Beachten von Regeln
  • Aktives Zuhören
  • Freies Sprechen/ Argumentieren
  • Meinungsbildung
  • Wahrnehmung von Verschiedenheit
  • Gefühl von Gleichberechtigung/Anerkennung
  • Gefühl von Selbstwirksamkeit
  • Übernahme von Verantwortung
  • Positiveres Klassenklima
  • gemeinsam in demokratischen Prozessen Entscheidungen fällen, Ziele erreichen
  • Akzeptieren von Mehrheitsbeschlüssen
  • Förderung des sozialen rücksichtsvollen Miteinanders
  • Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft
  • Konfliktlösung durch Gesprächsführung
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