Matheseminar 2018

Unerwartete, geheimnisvolle, künstlerische und zukunftsweisende Forschungsgebiete der Mathematik kennen lernen, erforschen und gestalten.

Das konnten konnten 21 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 bis 10 des AMG vom 1. - 2. Oktober auf dem Thomashof (Tagungsstätte).

Nach einer Sightseeing-Tour der Karlsruher Baustellen mit der Straßenbahn kam die Gruppe am Montag morgen auf dem Thomashof an. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern des Helmholtz-Gymnasium und des Otto-Hahn-Gymnasiums begann die Arbeit an den Themen mathematische Basteleien, das Pascal'sche Dreieck, die vierte Dimension, Fraktalen und dem Programmieren von Arduino-Mikrocontrollern. Unterbrochen wurde die intensive Arbeit nur von gelegentlichen Kakaopausen und dem Mittagessen.

Nach dem Abendessen gab es einen Vortrag über Qwirkle – Mathematik erobert ein Spiel von Prof. Dr. Herrlich und seiner engagierten Mitarbeiterin Verena Möhler. Sie haben vorgestellt, wie man alle Qwirkle-Steine so anlegen kann, dass jeder Spielstein vier Nachbarn hat, ohne dass die Anlegeregeln verletzt werden. Bei 36 verschiedenen Spielsteinen ist die Lösung zwar unerwartet, aber noch gut vorstellbar: alle Steine liegen auf einem Torus – dem mathematischen Fachbegriff für einen „Donut“. Komplizierter wird es, wenn die Spielsteine doppelt vorkommen … .

Am zweiten Tag wurde wieder bis zum Mittagessen in den Gruppen gearbeitet. Nach dem Mittagessen bekamen dann alle die Gelegenheit, sich anzuschauen und erklären zu lassen, womit sich die anderen Gruppen beschäftigt haben.

Stolz erklärten sich die Schülerinnen und Schüler untereinander, wie die aufklappbaren Würfel gebastelt werden und wie man sich die vierte Dimension vorstellen kann. Viel Bewunderung bekamen das Gemälde eines chinesischen Drachen, die Drachenkurven und ein riesiger Sierpinski-Tetraeder. Gespannt wurde dessen Schattenwurf untersucht: je nach Einstrahlung dringt kein Licht durch, sieht er aus wie ein zweidimensionales Sierpinski-Dreieck oder geben einen Einblick in unendlich kleiner werdende, geschachtelte Dreiecke. Weitere Bilder und die Themen der Arbeitsgruppen sind auf unserer Mathematikseite.

Danke an alle beteiligten Lehrerinnen und Lehrern des Albertus-Magnus-Gymnasiums, des Helmholtz-Gymnasiums und des Otto-Hahn-Gymnasiums, die mit hohem Engagement diese Tage vorbereitet und durchgeführt haben. Ein besonderer Dank gilt auch Prof. Dr. Herrlich und Verena Möhler, die den Schülern die Augen für den Fachbereich der algebraischen Geometrie auf besonders anschauliche Weise und mit tollen Modellen geöffnet haben.

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