Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen

Wie immer in der Vorweihnachtszeit wurde auch in diesem Jahr am AMG der bundesweit stattfindende Vorlesewettbewerb ausgetragen, doch bedingt durch die besonderen Corona-Zeiten lief er ein wenig anders ab als bisher: Neben den in klasseninternen Vorentscheiden gekürten Klassensiegern und -siegerinnen der vier Parallelklassen (6a: Luis Ibanez und Leo Fritsch, 6b: Jona Ruppert und Johannes Bieringer, 6c: Marie Grünitz und Tabea Müller, 6d: Moritz Hirsch und Elisabeth Wilzer) durften nur wenige Personen am Schulentscheid teilnehmen. Denn waren in den zurückliegenden Jahren die ganzen Klassen als Unterstützer „ihrer“ Kandidatinnen und Kandidaten anwesend, durften dieses Mal nur je drei Unterstützer*innen und die oder der jeweilige Deutschlehrer/in mitgebracht werden. Auch die Jury musste coronabedingt reduziert werden.

Dennoch waren die Vorleser*innen sichtlich aufgeregt an ihrem großen Tag, an dem sie nacheinander auf der Bühne des Theaterraums gegeneinander antreten sollten. Das Los entschied, in welcher Reihenfolge die Kandidat*innen ihre selbst ausgesuchten und zu Hause vorbereiteten, etwa dreiminütigen Textstellen vortragen durften, wobei nicht nur der kleine Fanclub, sondern auch alle andern Zuhörer*innen sie mit viel Applaus unterstützten. Das Publikum lauschte gespannt den Auszügen aus beispielsweise „Harry Potter“, „Das Zauberpferd“, „Oskar, Rico und die Tieferschatten“ oder „Woodwalkers“, wodurch so manch eine/r sicher Anregungen für die eigene Lektüre bekommen hat.

Nach dieser ersten Runde zog sich die Jury, bestehend aus den Deutschlehrern der aktuellen 5. Klassen (Frau Keller-Colmar, Frau Grüne, Herr Ullrich und Frau Krome) und wie jedes Jahr der Ettlinger Buchhändlerin Frau Hirsch, für ihre erste Beratung zurück.

Doch nur ein vorab eingeübter Text reichte nicht aus, um hier zu siegen; in der anspruchsvolleren zweiten Runde wurde deswegen ein von Frau Hirsch ausgesuchter Fremdtext vorgelegt, den es nun zu präsentieren galt. Mit der originellen Erzählung „Das Weihnachtsmannprojekt“ von Silke Lambeck hatte sie eine zu der Jahreszeit passende Geschichte ausgewählt, in der es darum geht, dass eine Mutter zum Entsetzen ihrer Kinder ein ruhiges Weihnachtsfest ohne die Großfamilie – also auch ohne Oma - plant; zudem behauptet auch noch die Klassenlehrerin der kleinen Frida, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gebe. Das kann Fridas großer Bruder nicht so stehen lassen und die turbulenten Verwicklungen beginnen.

Aus diesem amüsanten Buch mussten die Schülerinnen und Schüler nun reihum fortlaufend etwa gleichlange Textpassagen vorlesen, was vor allem bei den Passagen mit wörtlicher Rede eine echte Herausforderung darstellte, galt es doch die jeweiligen Gemütsverfassungen stimmlich zu verdeutlichen.

Nach dieser zweiten Runde ging es dann um den Entscheid: Die Jury hatte die wieder schwere Aufgabe, aus all den Vorlesetalenten den oder die Sieger/in zu küren. Am Ende hatte es aber Leo Fritsch aus der 6a geschafft, die Jury von seinem Vortragskönnen zu überzeugen. Alle Teilnehmer*innen erhielten am Ende ein Buchgeschenk und eine Urkunde.

Der Schulsieger aber wird das AMG nun auf der nächsten Ebene des Wettbewerbs vertreten. Herzlichen Glückwunsch, wir drücken die Daumen!

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