"Miteinander"

Zum vierten Mal rief die Jugendstiftung der Sparkasse dieses Jahr zu einem Schreibwettbewerb auf, der sich an alle Schüler*innen der Klassenstufen 6 bis 11 wendet. Dieses Jahr war es das Thema „Miteinander“, zu dem sich die Teilnehmer*innen Gedanken machen und eigene Texte entwerfen sollten.

Am AMG stellten sich viele Mädchen und ein Junge dieser Aufgabe. Pro Klassenstufe (6/7, 8/9 und 10/11) werden jeweils drei Sieger*innen gekürt, die dann bei der Stiftung gemeldet werden. Die meisten Beiträge kamen aus der Klassenstufe 6/7, weshalb es den bewertenden Deutschlehrer*innen besonders schwer fiel, aus den allesamt ansprechenden Texten die drei besten zu nominieren. Dabei wurden die unterschiedlichsten Themenbereiche angesprochen: ein Weihnachtsabend im Krieg, an dem feindliche Truppen plötzlich ihre Menschlichkeit zeigen, miteinander singen und feiern; ein Wutschrei eines genervten Jungen, der endlich einmal alleine sein möchte, wodurch die ganze Welt in eine Art Dornröschenschlaf versetzt und sich bewusst wird, dass nichts über das menschliche Miteinander geht; diverse familiäre Probleme, abenteuerliche Schultage und vieles mehr. Immer wieder wurde auch die aktuelle Corona-Situation aufgegriffen und sei es nur in einem Nebensatz („da unsere Klassenfahrt dieses Jahr abgesagt worden war“).

Der Siegertext von Matti Fischer (6c) überzeugte die Juroren mit der Idee, die Pandemie aus der Sicht von Schnecken aufzugreifen, die beispielsweise nach Informationen in der „Schneckipedia“ suchen. Nina Pordzig (7b) beschrieb dagegen die Verarbeitung des Unfalltods der Eltern der Erzählerin, die am Ende, nach einer langen Zeit der Trauer, wieder zurück ins Leben, ins Miteinander der Geschwister und Freunde, findet und damit Platz 2 dieser Stufe belegte. Den dritten Platz errang Johanna Schubert (7b), die sich eine Fantasy-Geschichte erdachte, in der es um den Kampf der bösen „Obsidiandrachen“ gegen die „Turmalindrachen“ geht, wobei die Erzählerin am Ende ihre lange tot geglaubte Mutter wiederfindet.

In der Stufe 8/9 wurden gekürt: auf Platz 1 Jasmina Meis (8d), die aus der Sicht einer Erzählerin die Schwierigkeiten schildert, „Gemeinsamkeit“ unter den Lockdown-Bedingungen, der Isolation und des Maskentragens, leben zu können; auf Platz 2 Antonia Mahr (8d), die in ihrem Text die traute und lebensrettende Verbundenheit zwischen Mensch und Tier, hier einem armen Lastenesel-Führer und seinem Grautier, beschreibt; auf Platz drei Annika Janke (8c) mit einer Geschichte über einen aufregenden Klassenausflug nach Berlin an einem Freitag, den 13.

In der Stufe 10/11 entschieden sich die Juroren als Erstplatzierte für Maren Ruppender (10c), die unter dem Titel „Sternenstaub“ die vorsichtige Annäherung zweier junger Menschen beschreibt, die ihre Seelenverwandtschaft erkennen. Auch Annika Reiniger (10b) errang die Platzierung durch die Jury: Sie beschreibt in ihrem Text das gefundene zweisame „Miteinander“, das sich durch gemeinsame Improvisationen am Klavier entwickelt, sowie die Erkenntnis, dass es nicht auf ein Pseudo-Miteinander in einer gesellschaftlich anerkannten Gruppe ankommt.

Wir wünschen unseren Gewinnerinnen viel Erfolg bei der nächsten Runde, die von der Jury der Sparkassenstiftung entschieden wir!

Die Preisträgerinnen

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