Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

„Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“

Ban Ki Moon, ehemaliger UN-Generalsekretär

Wie wird die Welt aussehen, in der unsere Schülerinnen und Schüler einmal leben werden? Die Auswirkungen des Artensterbens und des Klimawandels machen sich immer deutlicher bemerkbar – auch bei uns in Ettlingen. Soziale Ungerechtigkeit, Armut und Hunger stellen die Menschheit bereits jetzt vor große Herausforderungen.

Ein grundlegender Wandel ist nötig, damit auch die zukünftigen Generationen die Chance auf ein lebenswertes Leben haben. Denn unsere Mobilität, unsere Ernährung, unser Konsum haben unmittelbare Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Menschen. Lokal wie global, jetzt wie in Zukunft. Wir am AMG möchten diesen Wandel hin zu einer fairen und ressourcenschonenden Lebensweise Schritt für Schritt mitgestalten. Einen Wegweiser für diesen Wandel bieten die von den Vereinten Nationen verabschiedeten Ziele für Nachhaltige Entwicklung (engl. Sustainable Development Goals, kurs SDGs).

Sustainable Development Goals, kurz SDGs

Weiter

Auf diesen 17 Zielen basiert auch die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Als BNE-Schule sind wir Teil des landesweiten BNE-Schulnetzwerks und setzen verschiedene BNE-Projekte um. Außerdem wollen wir an unserer Schule nachhaltige Strukturen schaffen, z.B. durch Mülltrennung, umweltfreundliche Schulmaterialien oder ein nachhaltiges Angebot in der Mensa. Weitere Ideen dazu werden vom BNE-Team und der UmUnsWelt-Gruppe gerne angenommen!

Um uns Welt

Die Projektgruppe "Um uns Welt" möchte durch niederschwellige Aktionen unsere Schulgemeinde für ein umweltbewusstes Verhalten sensibilisieren.

Aktionen für ein besseres Klima

Literaturempfehlungen

BNE am AMG: Mein Freund der Baum

Die Kinder der Schiller-Grundschule haben „Patenschaften“ für verschiedene Bäume des Horbachparks und der angrenzenden Streuobstwiesen übernommen. Dabei werden sie von Mentorinnen und Mentoren des AMG unterstützt und angeleitet. Die Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klasse und die Grundschulkinder sind mit Begeisterung dabei.

Schließlich sind die Bäume so enorm wichtig für den Gesundheit und Ernährung des Menschen, für die Umwelt und das Klima. Ein Drittel Deutschlands ist mit Bäumen bedeckt. Doch zunächst muss erst einmal bestimmt werden, um welches Exemplar es sich überhaupt handelt. Die Mentoren des AMG sind hier schon gut informiert und geben ihr Wissen weiter, erklären wie man den Baum anhand von Rinde, Wuchsform und Samen erkennen kann. Dann sind die Grundschülerinnen und Grundschüler am Werk, es wird beobachtet, gemessen und gezeichnet.

Das Bildungsangebot “Mein Freund der Baum” ist ein Projekt im Rahmen des Programms “Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft” der Baden-Württemberg Stiftung. Unterstützt wird die Aktion von der Baden-Württemberg-Stiftung und der Klimastiftung für Bürger. Die Klimastiftung bildet dafür fortlaufend die Mentorinnen und Mentoren des AMG aus und ist auch bei den gemeinsamen Aktionen mit den Grundschülern mit eigenen Waldpädagogen vor Ort. Bei diesem ersten Austausch war das Kennenlernen der Bäume ein Erfolg für alle Beteiligten. Im Frühjahr werden weitere gemeinschaftliche Aktivitäten folgen, als Abschluss des Baumjahres besteht die Möglichkeit gemeinsam einen Baum zu pflanzen.

Kinder der Schiller-Grundschule und Mentoren des AMG besuchen "ihren" Baum
Blick in die Forschermappe

Die Expedition N macht „Nachhaltigkeit“ erfahrbar

Kann man aus Früchtetee Strom gewinnen? Wie funktioniert eine biologische Brennstoffzelle mit Zucker? Wie kann Energie am sinnvollsten genutzt werden?

Energiewende, Klimawandel und Ressourcenverknappung – um diese Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich zu bewältigen, ist nachhaltiges Handeln zwingend notwendig! Das zweigeschossige Expeditionsmobil N der Baden-Württemberg-Stiftung machte eine Woche am AMG Station und lud zu Ausstellungs-Rundgängen, Vorträgen, Diskussionsrunden und Praktika rund um das Thema Nachhaltigkeit und Energie ein. Mit Hilfe von Experimenten wurde der Energiewandel sichtbar gemacht. So bauten die Schülerinnen und Schüler eine mikrobielle Brennstoffzelle nach oder sie brachten nach dem Vorbild der Pflanze eine Farbstoff-Solarzelle zum Laufen.

Energiewende zum Anfassen und Ausprobieren bot auch eine mit Preisen ausgezeichnete  Multimedia-Ausstellung. Die Exponate und Terminals informierten nicht nur über die Grundlagen von Gewinnung und Speicherung von Energie, sondern auch über die Herausforderungen bei ihrer Verteilung und Nutzung. So konnten die Schüler die Erdwärme in verschiedenen Bodentiefen erfühlen, eine kontrollierte Knallgasreaktion durchführen, sich über „intelligente“ Windräder informieren und vieles mehr. Ein beheizbares Modellhaus zeigte die Möglichkeiten auf Wasser und Strom einzusparen. Beim „Netzspiel“ schlüpften die Teilnehmer in verschiedene Rollen und stimmten sich als Versorger und Verbraucher ab, um Stromausfälle zu vermindern.

Nicht zuletzt die Betreuung durch „echte“ Wissenschaftler verankerte den Nachhaltigkeitsgedanken in Schule und Alltag aller Beteiligten noch stärker.

Klimapioniere Baden-Württemberg - AMG mehrfach ausgezeichnet

Was sind eigentlich Pioniere? Das sind Menschen, die auf einem bestimmten Gebiet etwas Bahnbrechendes leisten und damit weiteren Erkenntnissen den Weg ebnen!

In dieser Vorreiterrolle haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a und 10a des AMG sich aktiv für den Klimaschutz eingesetzt und wurden dafür im Innenministerium Baden-Württemberg für ihren Einsatz ausgezeichnet. Beide Klassen planten und verwirklichten Projekte, die in Deutschland Energie und Kohlendioxid einsparen.

Die Schülerinnen und Schüler der 6a führten einen Kuchenverkauf aus regionalen und saisonalen Erzeugnissen durch. Außerdem informierten sie ihre Mitschüler mit Hilfe eines selbst gestalteten Flyers, wie durch Ernährung Energie gespart werden kann - weg von Kühlhäusern und Kilometerfressern. Mit dem Erlös finanzierte die Klasse die Bahnfahrt ins Landschulheim.

Auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a stellten einen Kuchenverkauf aus klimafreundlichen regionalen und saisonalen Produkten auf die Beine. Sie informierten ihre Mitschüler mit gesonderten Vorträgen zum Thema Klimawandel, Ernährung und Energie.

Der Verkaufserlös wurde in ein WWF-Projekt zum Schutz des Regenwaldes in Brasilien investiert. Denn Regenwaldschutz bedeutet auch Klimaschutz. Somit ermöglicht die 10a die dauerhafte Bewahrung von 72 ha tropischen Waldes (entspricht 72 Fußballplätzen) in einem entstehendem Naturschutzgebiet.

Bei der Urkundenverleihung in Stuttgart gratulierten den Schülerinnen und Schülern und den beteiligten Lehrkräften Vertreter aus dem Umweltministerium und der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation Myclimate, die das Projekt Klima- und Energiepioniere in Baden-Württemberg organisiert.