Vom 6. bis zum 13. Oktober 2026 reisten wir im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts nach Olhão in Portugal. Unter dem Motto „Be creative, feel legendary 2.0“ beschäftigten wir uns mit deutschen, spanischen und portugiesischen Sagen. Wir lernten den portugiesischen Schulalltag, die Region Algarve und neue kulturelle Traditionen kennen – und verbrachten eine erlebnisreiche Zeit mit unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern.
Reisetagebuch
Um 2:15 Uhr trafen wir uns am Parkplatz der Schule. Mit dem Shuttle ging es zum Stuttgarter Flughafen. Nach ein paar Schwierigkeiten beim Check-in konnten wir uns ohne weitere Probleme auf die Reise nach Portugal begeben.
Am Flughafen in Faro wurden wir bereits von Shuttles erwartet, die uns zur Austauschschule in Olhão brachten. Dort empfingen uns die Gastschülerinnen und Gastschüler sehr herzlich. Den restlichen Tag verbrachten wir in unseren Gastfamilien.
Unser erster Tag in Olhão begann mit einer gemeinsamen Unterrichtsstunde mit unseren Austauschpartnern. Anschließend wurde uns die AEFFL vorgestellt. Damit wir uns besser in den portugiesischen Schulalltag integrieren konnten, nahmen wir an einer Einführung in die portugiesische Sprache teil. Bei verschiedenen Spielen lernten wir unsere Mitschülerinnen und Mitschüler besser kennen.
Am Nachmittag erwartete uns passend zu unserem Projektthema eine Führung durch Olhão. Dabei erfuhren wir mehr über die Legenden und Geschichten der Stadt. Zum Abschluss erkundeten wir selbstständig die Innenstadt und sammelten weitere Eindrücke von Olhão.
Am Donnerstag führte uns ein gemeinsamer Ausflug durch die Algarve. Auf dem Programm standen unter anderem die Festung von Sagres, der Leuchtturm am Cabo de São Vicente, Ponta da Piedade, das Stadtzentrum von Lagos und Carvoeiro. Zwischendurch hatten wir Zeit, selbst etwas zu Mittag zu essen und die Orte auf uns wirken zu lassen.
Mithilfe unserer Austauschschülerinnen und Austauschschüler fanden wir morgens den Weg zum Kanuverleih in Fuzeta. Nachdem uns einige Anweisungen erklärt worden waren, konnten wir uns an einem ruhigen Meereszugang ausprobieren. Wir stiegen in die Kanus und fuhren zu einem abgelegenen Strand. Trotz des hohen Wellengangs gingen wir dort ins Meer. Anschließend paddelten wir zurück und genossen noch weiter den Strand.
Nach einer ausgiebigen Pause machten wir uns auf den Weg zur Schule. Dort empfingen uns einige Schülerinnen und Schüler mit typisch portugiesischen Spezialitäten, die sie für uns gekocht hatten. Durch die Erzählungen konnten wir weitere kulturelle Geschichten und Bräuche kennenlernen.
Ein schöner Ausklang war das gemeinsame Zusammensitzen mit Feedback, bevor wir uns auf den Heimweg machten.
Am Samstag besuchten wir den lokalen Fisch- und Frischmarkt und erhielten Einblicke in das regionale Angebot. Morgens haben wir uns um 09:30Uhr auf dem Markt getroffen. Anschließend wurden wir für eine Rallye in Gruppen eingeteilt, um geführt von kleinen Aufgaben die Gegend rund um den Markt zu erkunden. Mittags stand eine Tour zur Insel Armona auf dem Programm, die wir durch eine kurze Fahrt mit der Fähre erreichten. Nach einen Gruppenfoto verbrachten wir unsere Freizeit an verschiedenen Stränden. Um 17:30Uhr haben wir dann wieder die Fähre zurück ans Festland genommen. Den Abend haben wir dann alle zusammen auf einer Party in Faro verbracht.
Der Sonntag war als Familientag vorgesehen. Wir verbrachten den Tag mit unseren Gastfamilien.
Am letzten Tag unserer Projektreise arbeiteten wir noch einmal fleißig an unserem Projekt. Für die meisten Schülerinnen und Schüler begann der Tag mit Unterricht bei ihren Austauschpartnern. Anschließend fand ein europäischer Workshop statt. Dabei tauschten wir uns über verschiedene europäische Themen aus.
Danach widmeten wir uns der Projektarbeit. Unsere Aufgabe war es, verschiedene deutsche, spanische und portugiesische Sagen kreativ darzustellen – zum Beispiel in Filmen, Podcasts oder kleinen Comics. In einem Multimedia-Workshop konnten wir an unseren Beiträgen arbeiten. Nachdem wir unsere Ergebnisse präsentiert hatten, erhielten wir feierlich unsere Erasmus-Zertifikate.
Nach dem Unterricht trafen wir uns alle noch einmal am Strand von Faro, um gemeinsam den Sonnenuntergang zu genießen. In dieser wunderschönen Atmosphäre ließen wir unsere erlebnisreiche Projektreise ausklingen und blickten auf eine tolle gemeinsame Zeit zurück.
Leider war es Zeit, Abschied zu nehmen. Um 6 Uhr wurden wir von den Shuttles an der Schule abgeholt und konnten unsere Austauschschülerinnen und Austauschschüler noch ein letztes Mal in den Arm nehmen.
In Deutschland angekommen, wurden wir von den Shuttles in Empfang genommen und zur Schule gebracht, wo wir bereits freudig erwartet wurden. Die Zeit in Portugal war sehr schön: Wir haben vieles Neues erlebt und dazugelernt.
Impressionen aus Portugal
2. Projekttreffen in Spanien
Am frühen Morgen des 14. Januar 2026, kurz nach 5 Uhr, begann für unsere Erasmus+-Gruppe das große Abenteuer Spanien. Noch im Dunkeln versammelten sich alle am Schulparkplatz – müde, aber voller Vorfreude. Von dort aus führte uns unsere Reise zunächst zum Flughafen Stuttgart. Trotz einer etwa einstündigen Verspätung ließen wir uns die Stimmung nicht nehmen und landeten schließlich am Nachmittag in Barcelona.
Schon auf der anschließenden Busfahrt Richtung Els Pallaresos zeigte sich Spanien von seiner schönsten Seite: Sonnenschein, milde Temperaturen und eine mediterrane Landschaft, die uns sofort willkommen hieß. Am Institut Els Pallaresos angekommen, wurden wir von den spanischen Schüler*innen und Lehrkräften herzlich empfangen – mit einem liebevoll vorbereiteten Picknick, vielen Umarmungen und strahlenden Gesichtern. Bekannte Begegnungen aus vorherigen Austauschen mischten sich mit neuen Bekanntschaften, erste Gespräche wurden geführt, erstes Lachen geteilt.
Die Schulleiterin Noemí begrüßte uns anschließend mit einer warmherzigen Rede, in der sie die gemeinsame Arbeit würdigte und die Schüler:innen dazu ermutigte, diese Reise als etwas zu begreifen, das weit über den Schulalltag hinausreicht: als Erfahrung, die bleibt, prägt und verbindet. Nach kleinen Snacks und ersten Austauschmomenten machten sich die Schüler:innen mit ihren Austauschpartner*innen auf den Weg in die Gastfamilien, um sich von der Anreise zu erholen. Auch wir Lehrkräfte nutzten den Abend für eine erste Besprechung und die Planung der kommenden Tage, bevor wir uns in unsere Unterkunft zurückzogen und den ereignisreichen Tag ruhig ausklingen ließen.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der gemeinsamen Projektarbeit. In der Schule angekommen, starteten wir mit Icebreaker-Aktivitäten, die die internationale Gruppe schnell zusammenwachsen ließen. Anschließend arbeiteten die Schüler*innen kreativ an den Projektlogos weiter: Die in Deutschland begonnenen Entwürfe wurden ergänzt, weiterentwickelt oder neu gedacht. Gearbeitet wurde in gemischten Gruppen aus jeweils zwei spanischen, einem portugiesischen und einem deutschen Schüler bzw. einer Schülerin – ein gelebtes Beispiel für europäische Zusammenarbeit.
Parallel dazu riefen sich alle noch einmal die Legenden der beteiligten Städte ins Gedächtnis und entschieden sich gruppenweise für eine Sage, die im weiteren Projektverlauf kreativ umgesetzt werden soll. Hierfür wurden bereits Ideen gesammelt. Von Video, über Comic bis Puppentheater ist alles dabei.
Am Mittag nahmen rund 40 Schüler*innen an verschiedenen Workshops teil: Es wurde katalanisch getanzt, gemeinsam musiziert, erste Erfahrungen im Bau von Castells (den berühmten menschlichen Türmen Kataloniens) gesammelt und eine weitere Tradition kennengelernt, die uns die gesamte Woche begleiten sollte – der Caga Tió.
Der Caga Tió ist eine katalanische Weihnachtstradition: ein Holzklotz mit Gesicht und roter Mütze, der in der Adventszeit „gefüttert“ wird. An Weihnachten wird er mit Stöcken geschlagen, während Lieder gesungen werden – und „scheidet“ dabei Geschenke aus. Diese Mischung aus Humor, Brauchtum und Gemeinschaft sorgte bei unseren Schüler*innen gleichermaßen für Verwunderung und große Belustigung.
Am Freitag wurde erneut intensiv an den Projekten gearbeitet. Die Gruppen begründeten ihre Legendenwahl, entschieden sich für eine konkrete Umsetzungsform und planten Szenen, Dialoge, Details und Gestaltungsideen, die beim nächsten Projekttreffen in Portugal ihren finalen Schliff erhalten sollen.
Im Anschluss begaben wir uns auf eine Reise zu den Orten der Legenden selbst. Besonders eindrucksvoll war der Besuch des Port del Diable (Teufelsbrücke), um den sich eine bekannte katalanische Sage rankt. In Tarragona angekommen, tauchten wir tief in die Geschichte der Stadt ein: Wir bestaunten das römische Amphitheater, die imposante Kathedrale, das Forum, den Circus Romanus und den berühmten Mediterranen Balkon, von dem aus sich der Blick weit über das Meer öffnet.
Den Tag ließen wir gemeinsam in einem typisch katalanischen Restaurant ausklingen. Bei einem überraschenden tibetanischen Buffet genossen die Schüler*innen die lebhafte Atmosphäre, führten angeregte Gespräche und planten voller Vorfreude ihre abendlichen Aktivitäten.
In der Nacht auf Samstag setzte starker Regen ein, der auch am Morgen nicht nachließ. Zum Glück stand ohnehin ein Museumsbesuch auf dem Programm: die Casa de la Festa, ein Museum, das die katalanische Fest- und Feierkulturzeigt. Hier erfuhren die Schüler*innen mehr über traditionelle Tänze, Musik, Kostüme, Figuren und Rituale, die Katalonien bis heute prägen. Besonders spannend war, dass sich hier auch zahlreiche Figuren wiederfinden, die in den katalanischen Legenden eine zentrale Rolle spielen – darunter mythologische Gestalten, symbolische Charaktere und überlebensgroße Figuren, die bei Festen und Umzügen zum Leben erwachen. Dadurch wurden die zuvor kennengelernten Sagen greifbar und anschaulich und erhielten eine direkte Verbindung zwischen Erzähltradition, Geschichte und gelebter Kultur.
Der geplante Ausflug zum Strand musste aufgrund des Unwetters und der Sicherheitslage leider abgesagt werden. Dennoch bewiesen die Schüler*innen große Selbstständigkeit und Kreativität: In kleinen Gruppen organisierten sie gemeinsame Treffen, Spiele und Gespräche – der Regen konnte der guten Stimmung nichts anhaben.
Auch der Sonntag blieb verregnet und wurde vollständig in den Gastfamilien verbracht, was den interkulturellen Austausch noch einmal vertiefte und viele persönliche Einblicke in den spanischen Alltag ermöglichte.
Am Montag stand das kreative Herzstück unseres Projekts im Mittelpunkt. Die in den vergangenen Tagen gestalteten Logos wurden ausgestellt und verwandelten die Wand in eine kleine Galerie europäischer Ideen. In kurzen Präsentationen stellten die Gruppen ihre Entwürfe vor, erklärten Gedanken, Symbole und gestalterische Entscheidungen und machten deutlich, wie intensiv sie sich mit den Legenden, Kulturen und Gemeinsamkeiten der drei Länder auseinandergesetzt hatten.
Im Anschluss wurde gemeinsam über ein Gewinnerlogo abgestimmt. Dieses vereint die Flaggen der drei teilnehmenden Länder und greift jeweils ein prägnantes Element einer lokalen Legende auf. Umrahmt von den europäischen Sternen, die unser Erasmus+-Projekt symbolisch zusammenhalten, steht das Logo sinnbildlich für ein Europa der Zusammenarbeit, Kreativität und gegenseitigen Wertschätzung.
Nach dem konzentrierten Arbeiten wurde es praktisch und gesellig: Inspiriert von einer katalanischen Sage backten die Schüler*innen gemeinsam, tauschten Rezepte, Handgriffe und Geschichten aus und füllten die Schule mit dem Duft von frisch Gebackenem. Begleitet wurde der Mittag von selbstgetrommelter Musik und vielen lachenden Gesichtern.
Ein fröhliches Musikbingo bildete schließlich den Abschluss des Tages und die Schüler*innen verließen die Schule singend, erfüllt von einem Tag, der eindrucksvoll zeigte, wie kreativ, lebendig und verbindend europäischer Austausch sein kann.
Den Dienstag verbrachten wir in Barcelona. Trotz anhaltenden Regens ließ sich niemand die Laune verderben. Wir erkundeten besondere Orte der Stadt und begegneten ihren Legenden: der Sagrada Família mit ihrer fast mystischen Symbolik, das Gotische Viertel mit seinen engen Gassen und Geschichten aus dem Mittelalter, die Ramblas, den Hafen und die Spuren des Heiligen Georg (Sant Jordi), dessen Drachenlegende bis heute tief in der katalanischen Kultur verankert ist.
Am Abend verbrachten die Schüler*innen ihren letzten gemeinsamen Abend in den Gastfamilien – voller Gespräche, Lachen und Abschiedsmomente.
Am nächsten Morgen ging es schließlich mit vollem Gepäck und vollen Herzen zurück zum Flughafen. Die Sonne verabschiedete uns, als wolle sie uns ein letztes Mal sagen: Kommt bald wieder.
Diese Erasmus+-Reise war weit mehr als ein Austausch – sie war ein intensives Erlebnis von Gemeinschaft, Kreativität, Kultur und europäischem Miteinander, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Impressionen aus Spanien
1. Projekttreffen in Deutschland
Vom 25.11. bis zum 02.12. durfte unsere Schule im Rahmen der Erasmus+ AG internationalen Besuch begrüßen: 10 Schülerinnen und Schüler aus Spanien mit zwei Lehrerinnen sowie 10 Schülerinnen und Schüler aus Portugal mit drei Lehrkräften waren zu Gast. Unter dem Projekttitel Be creative, feel legendary 2.0 stand die Woche ganz im Zeichen von europäischem Austausch, Kreativität, Storytelling und Gemeinschaft.
Ankommen und Kennenlernen
Am Ankunftstag wurden unsere Gäste nach einer kurzen Begrüßung an der Schule herzlich empfangen und anschließend in ihre Gastfamilien verteilt. Bereits in diesen ersten Stunden zeigte sich eine sehr offene und neugierige Stimmung: Unsicherheit wich schnell echter Vorfreude, erste Gespräche entstanden ganz selbstverständlich, und viele nutzten den Abend, um sich kennenzulernen und anzukommen.
Bereits am nächsten Morgen startete das Programm intensiv und zugleich sehr gemeinschaftlich: Gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartner:innen nahmen die Besucher:innen in der ersten Stunde am Unterricht teil. Trotz unterschiedlicher Sprachen und Schulsysteme wurde schnell deutlich, wie verbindend der gemeinsame Schulalltag sein kann. Gegenseitige Unterstützung, geduldiges Erklären und viel Lachen prägten diesen Einstieg.
Im Anschluss wurden alle offiziell von Herrn Krahn willkommen geheißen. Seine Begrüßung machte deutlich, welchen hohen Stellenwert der europäische Austausch an unserer Schule hat. In geteilten Gruppen folgte eine Schulhausführung, bei der nicht nur Räume gezeigt, sondern auch viele Fragen gestellt, Gemeinsamkeiten entdeckt und erste Vergleiche zwischen den Schulsystemen gezogen wurden.
Während die Schülerinnen und Schüler anschließend wieder den Unterricht besuchten, nutzten die Lehrkräfte die Zeit zum intensiven Austausch. Pädagogische Ideen, organisatorische Fragen und gemeinsame Ziele wurden besprochen – stets in einer sehr kollegialen und wertschätzenden Atmosphäre. Danach stand ein Kennenlernspiel für alle Schülerinnen und Schüler auf dem Programm, das half, letzte Hemmungen abzubauen und die Gruppe weiter zusammenzuführen. Gleichzeitig erhielten alle einen Überblick über den Ablauf und die Ziele der Woche.
Die Gäste aus Portugal
Die Gäste aus Spanien
Die Lehrkräfte am ersten Tag
Storytelling mit LEGO® Serious Play
Um sprachliche Barrieren spielerisch zu überwinden und ein gemeinsames kreatives Fundament zu schaffen, arbeiteten wir im Anschluss mit LEGO® Serious Play. In mehreren kreativen Runden näherten sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema Storytelling: Zunächst wurde eine bunte, stabile und schöne Brücke gebaut, anschließend Metaphern dargestellt und schließlich ein klassischer Montagmorgen in der Schule visualisiert. Die Atmosphäre wurde von Runde zu Runde offener, kreativer und ausgelassener. Lachen, gegenseitige Unterstützung und neugieriges Interesse prägten die Arbeit in den gemischten Gruppen und ließen schnell ein Gefühl von Zusammengehörigkeit entstehen. Das Sprechen vor zunächst fremden Menschen fiel immer leichter, und durch das Arbeiten mit LEGO-Steinen entstand ein niedrigschwelliger, aber wirkungsvoller Einstieg in die Welt des Erzählens und der eigenen Legenden. Diese Legenden wurden im Anschluss ebenfalls mit LEGO-Steinen nachgebaut und dienten als kreative Unterstützung der Präsentationen.
Nach einer gemeinsamen Pause in der Cafeteria begannen die ersten Präsentationen zu Mythen, Legenden und Märchen aus den jeweiligen Regionen. So entstanden anschauliche, lebendige Szenen, die das Erzählen erleichterten und das gegenseitige Interesse weiter steigerten. Der Tag endete mit vielen neuen Eindrücken – und großer Vorfreude auf die kommenden Tage.
Skill Building
Lego-Storytelling und Präsentationen
Legenden, Stadtgeschichte und Teamarbeit
Der zweite Tag knüpfte inhaltlich und atmosphärisch nahtlos an die Erzählungen des ersten Tages an. Das gegenseitige Vertrauen war gewachsen, Gespräche entstanden ganz selbstverständlich, und die internationale Gruppe agierte zunehmend wie eine gemeinsame Lerngemeinschaft. Die Fortsetzung der Legendenerzählungen zeigte eindrucksvoll, wie sicher und selbstbewusst viele Schülerinnen und Schüler inzwischen vor der Gruppe auftraten.
Neben bekannten Legenden wie Florips oder Santa Thekla wurden zahlreiche weitere portugiesische und spanische Geschichten vorgestellt. Die Präsentationen waren lebendig, persönlich und oft mit viel Humor gestaltet. Man spürte deutlich, wie stolz die Schülerinnen und Schüler auf ihre kulturellen Erzähltraditionen waren – und wie groß das Interesse der Zuhörenden an den Geschichten der anderen Länder war.
Um Ettlingen besser kennenzulernen, teilte sich die Gruppe anschließend auf und erkundete die Stadt. Dieser Programmpunkt bot nicht nur Bewegung an der frischen Luft, sondern auch zahlreiche Gesprächsanlässe. Besonders eindrucksvoll war es, die zuvor besprochenen Sagenschauplätze nun real zu erleben, etwa den Eisenring an der Martinskirche oder die Dekaneygasse mit dem sagenumwobenen Keller der Singerhex.
Zurück in der Schule wartete bereits das nächste Highlight: der Lebkuchenhausbau. In bunt gemischten internationalen Teams wurde geplant, gebaut, improvisiert und gelacht. Die Stimmung war ausgelassen, gleichzeitig arbeiteten die Gruppen konzentriert zusammen. Am Ende füllte sich der Raum mit fantasievollen Lebkuchenhäusern, weihnachtlichem Duft und vielen Gesichtern.
Die Lehrkräfte aus Spanien und Portugal haben sich die Zeit genommen und haben mit der Furunkel ein Interview geführt.
Lebkuchenhäuser
Die Gebrüder Grimm
Nach einer kurzen Pause folgte ein Workshop zum Thema Europäische Union. Hier wurden die Schülerinnen und Schüler fachlich gefordert und mussten gleichzeitig als Team zusammenarbeiten. Unterschiedliche Wissensstände, Sprachkenntnisse und Herangehensweisen machten die Aufgabe anspruchsvoll, führten aber auch zu intensiven Diskussionen und echten Erfolgserlebnissen. Insgesamt festigte dieser Tag das starke Gruppengefühl nachhaltig.
Der EU-Workshop
Der EU-Workshop
Kreative Arbeit und politische Einblicke
Am dritten Tag stand der Teamgeist erneut deutlich im Mittelpunkt. Die inzwischen sehr vertraute und offene Gruppenatmosphäre ermöglichte intensive Diskussionen, kreative Aushandlungsprozesse und einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Ideen. Die Aufgabe: ein Logo für den Erasmus+-Austausch zwischen Spanien, Portugal und Deutschland zu entwerfen. Schnell wurde deutlich, dass Kreativität und Zusammenarbeit gefragt sind – und dass es gar nicht so einfach ist, viele Ideen und Meinungen zusammenzuführen. Ein finales Logo wird im Januar entstehen.
Parallel dazu lernten die übrigen Schülerinnen und Schüler die digitalen Anwendungen BookCreator und Canva kennen. Diese Tools können später genutzt werden, um die Legenden aus den Austauschländern kreativ weiterzuverarbeiten.
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto ging es auf den Weihnachtsmarkt, bevor wir uns um 14 Uhr vor dem Rathaus trafen. Dort erwartete uns ein Vortrag des Bürgermeisters, der den Schülerinnen und Schülern anschließend auch für Fragen rund um Ettlingen zur Verfügung stand – kleine Geschenke inklusive.
Einen Beitrag zu dem Besuch mit einem schönen Gruppenfoto gibt es auch im Ettlinger Amtsblatt auf Seite 7.
Besuch beim Bürgermeister
Canva Workshop
Trickfilm, Europa und Abschied
Am Samstag nahm die Gruppe an einem Trickfilm-Workshop im ZKM Karlsruhe teil. Nach einer Einführung in die Geschichte des ZKM – das ursprünglich eine Fabrik war – konnten die Schülerinnen und Schüler die aktuelle Ausstellung erkunden. Anschließend entstanden in internationalen Gruppen mit der App iMotion kurze Trickfilme. Die Präsentation der Ergebnisse am Ende des Workshops zeigte eindrucksvoll, wie kreativ und produktiv die Zusammenarbeit in kurzer Zeit war. Beispielsweise entstand der Trickfilm Schneewittchen.
Der ZKM-Besuch mit Trickfilm-Workshop
Das restliche Wochenende verbrachten die Gäste in ihren Gastfamilien. Am Montag führte ein gemeinsamer Ausflug zum Europäischen Parlament in Straßburg. Nach Sicherheitskontrollen und dem Betreten des beeindruckenden Louise-Weiss-Gebäudes erhielten alle eine englischsprachige Einführung in die Arbeit des Europäischen Parlaments. Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, dass dort in 24 Sprachen gearbeitet wird. Eine Stadtführung und Zeit auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt rundeten den Tag ab.
Der Abschied folgte am nächsten Morgen und fiel allen sichtlich schwer. Aus anfänglicher Neugier war in kurzer Zeit echte Verbundenheit entstanden. Hinter uns lag eine intensive, arbeitsreiche und bereichernde Woche voller Begegnungen, neuer Perspektiven und europäischem Miteinander. Wir freuen uns schon jetzt darauf, unsere Austauschpartner:innen bald in Spanien und Portugal wiederzusehen und das Projekt Creative, feel legendäre 2.0 weiterzuführen.
Abschließend möchten wir uns im Namen der Erasmus+ AG herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieser besonderen Woche beigetragen haben: bei unseren engagierten Schülerinnen und Schülern, den Gastfamilien, den beteiligten Lehrkräften im In- und Ausland, der Schulleitung sowie allen weiteren Unterstützern. Gemeinsam machen wir europäischen Austausch lebendig und nachhaltig erfahrbar.