Auf dem Bauernhof

Anstatt nach den Faschingsferien wieder die Schulbank zu drücken, machten wir, die Klasse 6a mit Frau Lundberg und Frau Quitsch, uns am Montag, den 23.2.2026, auf den Weg in die Pfalz.

Unser Ziel war der Schulbauernhof Gut Hohenberg in Albersweiler, wo wir uns die ganze Woche über aufhalten wollten.

Der erste Tag begann noch nicht sehr vielversprechend. Bei Regenwetter stiegen wir in den Zug, verpassten in Landau unseren Anschluss und mussten fast eine Stunde auf den nächsten Zug warten. In Albersweiler erwartete uns zum Glück Sarah mit einem Transporter, mit dem sie unser Gepäck zum Bauernhof transportierte. Auf dem Fußmarsch dorthin verstanden wir erst recht, warum das nötig gewesen war. Teilweise knöcheltief sanken wir in den matschigen Waldboden ein und rutschten mehr, als dass wir gingen, über wässrige Wiesen.
Auf dem Bauernhof angekommen erwartete uns ein leckeres Mittagessen und wir lernten schon manche Betreuer und Betreuerinnen kennen. Und da es auf einem Bauernhof immer viel zu tun gibt, durften wir gleich nach dem Essen kräftig mit anpacken. Die Menschenkette für den Holztransport sah von Weitem bestimmt lustig aus, für viele war das aber ein anstrengender Auftakt und sie waren froh, als es endlich vorbei war und die Zimmer bezogen werden konnten.

Am Dienstag ging es dann richtig los mit dem Programm. Auf dem Schulbauernhof gibt es vier Bereiche, in denen Schülerinnen und Schüler mitarbeiten können: Feld und Hof, Tiere, Kochen und Backen. Also wurde die Klasse in vier Gruppen eingeteilt, und jede Gruppe durchlief alle vier Bereiche mit höchst unterschiedlichen Aufgaben. So wurde im Grunde alles, was wir aßen, von Mitschülern und Mitschülerinnen zubereitet, sei es zusammen mit dem Koch Uri das Mittagessen oder mit der Konditorin Ivona das Brot für Frühstück und Abendbrot, leckere Teilchen und Kuchen zum Nachtisch und sogar eine echte Geburtstagstorte für unser Geburtstagskind. Draußen hackten die Kinder professionell Holz mit Traktor und Holzspalter, transportierten Heu mit Schubkarren und versorgten die Hühner, Ziegen, Schafe, Kühe, Pferde und Esel. Die Schweine bedankten sich für die Zuwendung, indem sie die Schuhe ihrer Besucher anknabberten, was für viel Überraschung sorgte. Daneben wurden die Himbeersträucher für den Frühling vorbereitet und mehrere Wurmhotels angelegt. Selbst wenn manches für den einen oder die andere zunächst befremdlich oder gar eklig anmutete, so brachten sich doch alle tatkräftig ein und jede/r fand etwas, das interessant, spaßig oder einfach wunderbar war.

Außer den Arbeitsgruppen auf dem Hof machten wir noch eine Wanderung zur Burg Trifels, die mit Richard Löwenherz schließlich einen äußerst berühmten Gefangenen hatte. Die Gespräche über Geschichte und der Ausblick von dort oben bei strahlendem Sonnenschein waren einfach toll.

An unserem letzten Abend am Donnerstag gab es zum Abschluss ein Lagerfeuer und Stockbrot und am nächsten Morgen konnten wir alle noch unser selbst gebackenes Brot und den leckeren Apfelkuchen im Hofladen kaufen und noch einmal die Tiere so richtig genießen. So war der Abschied sehr herzlich und wer weiß, vielleicht schaut der eine oder die andere mal auf dem Hof vorbei.

Auf der Homepage des Bauernhofs findet sich ein Zitat von Maria Montessori:

Das Interesse des Kindes hängt (…) von der Möglichkeit ab, eigene Entdeckungen zu machen.“Dass die 6a viele Entdeckungen gemacht hat und dabei auch noch viel Spaß hatte, steht außer Frage!