Römerstadt Trier

Vom 20. auf den 21. März besuchten 31 Lateinschülerinnen und -schüler der Klassenstufe 10 unter der Leitung von Herrn Neubrand und Herrn Münsch die Stadt Trier – die älteste Stadt Deutschlands, die schon von den Römern vor über 2.000 Jahren gegründet wurde.

Nach der gemeinsamen Bahnfahrt erreichten wir nach einem kurzen Fußweg unsere Jugendherberge. Schon auf dem Weg dorthin konnten wir viele Eindrücke sammeln: antike Mauern, alte Kirchen und die Porta Nigra – die berühmteste Sehenswürdigkeit, nämlich das Stadttor Triers.

Natürlich nutzten wir die Zeit sofort und besichtigten die ersten historische Orte, darunter die Konstantin-Basilika und das Amphitheater mit seinen vielen unterirdischen Gängen. Am Abend stand ein besonderer Punkt auf dem Programm: die Erlebnisführung in der Porta Nigra. Mit viel Humor und Charme zeigten uns die Führer, wie römische Soldaten dort lebten und Wache hielten. Ein besonderes Highlight war für viele der Moment, als wir selbst in die Rolle der römischen Soldaten schlüpften und uns vor den Barbaren verteidigen sollten mit dem lauten Ruf von oben: „Barbaren!“ Wir fragten uns, was wohl die Passanten unten dachten.

Am nächsten Tag ging es nach einem stärkenden Frühstück mit dem Programm weiter. Wir besuchten die Barbarathermen und die Kaiserthermen, an denen wir beeindruckende Überreste der riesigen Badeanlagen, die einst Mittelpunkt des römischen Lebens waren, betrachten konnten. Im Landesmuseum erfuhren wir, dass Trier einst als Kaiserresidenz eine der wichtigsten Städte des Römischen Reiches war. Viele Statuen, Mosaike und vor allem der große Münzschatz zeigten uns, wie prachtvoll und lebendig Trier in der Antike gewesen sein muss. Auch das Haus, in dem Marx geboren wurde, durfte bei der Besichtigung nicht fehlen.

In unserer Freizeit erkundeten wir die Stadt auf eigene Faust. Wir probierten das angeblich beste Eis der Stadt, schlenderten durch die Altstadt und genossen das Gefühl, zwischen so viel Geschichte unterwegs zu sein. 

Insgesamt konnten wir an diesem Wochenende nicht nur als Klasse viel Spaß haben, sondern auch verstehen, wie bedeutend Trier, oder nach damaligen Namen Augusta Treverorum, in der römischen Zeit war. Es war spannend zu sehen, wie Geschichte und Gegenwart dort so eng beieinanderliegen und wie bedeutend die ganzen historischen Gebäude sind, denn die meisten zählen sogar als UNESCO-Weltkulturerbe.

Bericht: Sophia-Marie Schiebenes (10a)Fotos: Lisa Kästner (10a)