Als Startpunkt diente ein Überblick über die Metropole auf der Spitze des Maintowers in 200 Metern Höhe. Andächtig verharrten wir anschließend eine Weile in der Paulskirche, der Wiege der deutschen Demokratie: Presse- und Meinungsfreiheit und andere Grundrechte, freie Wahlen und Gerichte, das war hier im Jahr 1848 bei der Nationalversammlung schon Thema, und wurde z.T. erst über 100 Jahre später verwirklicht. Auf Schritt und Tritt begegnete uns dann in der Frankfurter Altstadt deutsche und europäische Geschichte: Kaiserpfalz, Dom, Krönungsweg und der Römer ließen das Leben im Mittelalter wieder lebendig werden. Mitten in der Altstadt gibt es mit dem „Hühnermarkt“ ein komplett „neues“ Stadtviertel, welches nach jahrhundertalten Plänen wiederaufgebaut wurde – Disneyland für Touristen auf hohem Niveau oder der Versuch, Geschichte und Atmosphäre einer Stadt zu konservieren? Die Antwort blieb hier offen. Unglaublich hohe Hochwassermarken am eisenern Steg am Mainufer ließen uns dann die Kraft der ungebändigten Natur erahnen – der Jahrtausendflut von 1342. Heute versucht sich die Stadt gegen die Herausforderungen des Klimawandel mit unterschiedlichen Maßnahmen zu wappnen. Wobei Denkmalschutz und Anpassungsmaßnahmen aber nicht immer zusammenpassen. Als Abschluss genossen wir in der späten Nachmittagssonne noch ein Getränk im Bootshaus „Frau Rauscher“ auf dem Main, bevor es zurück zum Bahnhof ging.



