Am 27. Januar 2026 fand in der 5. und 6. Stunde in der Aula des Albertus-Magnus-Gymnasiums Ettlingen eine Podiumsdiskussion mit Landtagskandidatinnen und -kandidaten statt. Die Veranstaltung bot unseren Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 10 und 11 die wertvolle Gelegenheit, politische Positionen aus erster Hand kennenzulernen, Fragen zu stellen und demokratische Diskussionskultur aktiv zu erleben.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Zapp, der die Podiumsdiskussion souverän, strukturiert und mit großem Engagement moderierte. Durch seine Moderation wurde ein respektvoller Austausch ermöglicht und die Umsetzung der Veranstaltung in dieser Form überhaupt erst realisierbar.
Vertreten waren folgende Parteien mit ihren jeweiligen Kandidat:innen:
- SPD: Anneke Graner
- CDU: Lorenzo Saladino
- Bündnis 90/Die Grünen: Kai Keune
- FDP: Alena Fink-Trauschel
- Die Linke: Lars Rinn
- AfD: Dr. Thomas Markus Kastell
Im Mittelpunkt der Diskussion standen drei zentrale Fragestellungen, die die Lebensrealität junger Menschen unmittelbar betreffen:
- Was halten Sie vom aktuellen Lehrplan, insbesondere im Hinblick auf Chancengleichheit sowie das dauerhaft hohe Stressniveau bei Jugendlichen?
- Wie gedenken Sie, Jugendliche nach der Schulzeit zu unterstützen, vor allem in Bezug auf die Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen?
- Möchten Sie politische Initiativen ergreifen, um junge Menschen bei der Wohnungssuche gezielt zu unterstützen?
Darüber hinaus hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in einer offenen Fragerunde eigene Fragen zu stellen und im Anschluss der Diskussion direkt mit den Kandidat:innen ins Gespräch zu kommen. In der offenen Fragerunde wurde das aktuelle gesellschaftliche und politische Thema einer möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, unterschiedliche Positionen der Kandidat:innen kennenzulernen und können nun kritisch hinterfragen, welche Auswirkungen eine solche Entscheidung insbesondere auf junge Menschen haben könnte. Die Diskussion zeigte eindrücklich, wie relevant politische Entscheidungen für die Lebensplanung Jugendlicher sind und wie wichtig es ist, diesen Themen Raum im schulischen Kontext zu geben.
Anzumerken ist, dass der Vertreter der AfD bereits verspätet zur Veranstaltung erschien und die Aula vor der abschließenden Abschlussrunde vorzeitig verließ, sodass er an diesem letzten Teil der Diskussion nicht mehr teilnahm.
Die Podiumsdiskussion machte deutlich, wie wichtig Demokratiebildung an Schulen ist: Politische Teilhabe, Meinungsvielfalt, respektvolle Debatten und kritisches Nachfragen sind zentrale Kompetenzen, die nicht nur theoretisch vermittelt, sondern praktisch erfahren werden müssen. Veranstaltungen wie diese stärken das politische Interesse, fördern Urteilsfähigkeit und ermutigen junge Menschen, sich aktiv mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.
Ein herzlicher Dank gilt dem Schülersprecher:innen-Team sowie Paul M., die mit großem Einsatz, Geduld und Verantwortungsbewusstsein maßgeblich an der Planung und Umsetzung der Veranstaltung beteiligt waren. Ebenso danken wir allen anwesenden Gästen sowie allen Beteiligten im Hintergrund (TechnikAG, Aufsichten, Herr Spessart), die zum Gelingen beigetragen haben.
Die Podiumsdiskussion war ein gelungenes Beispiel dafür, wie Schule ein Ort gelebter Demokratie sein kann – offen, kritisch und engagiert.


